Urlaub und Reisen nach Argentinien

Von Buenos Aires bis ans Ende der Welt -

ein Urlaub im Süden Argentiniens Wir träumen vom schwermütigen Tango, von saftigen Rindersteaks und von einsamen Landschaften, als wir im Morgengrauen nach 15 Stunden Flug in Buenos Aires ankommen. Innerhalb von drei Wochen wollen wir den Süden Argentiniens erobern, ausgehend von der Hauptstadt bis in den tiefsten Süden Patagoniens, ans Ende der bewohnten Welt.

Zunächst jedoch begrüßt uns die Stadt „der guten Winde“ mit drückendem Smog. Drei Tage haben wir Zeit, um den Flair der Stadt am Rio de la Plata zu erkunden, um über die geschichtsträchtige Plaza del Mayo spazieren, die etwas blassrosarote Casa Rosada zu bestaunen, die Grabmäler auf dem Friedhof Recoleta zu erkunden und durch vornehme Viertel zu schlendern. Abends verspeisen wir in den urigen Grillrestaurants, den Asadores, Unmengen von Rindfleisch, genießen den kräftig-schweren argentinischen Rotwein Malbec und versuchen uns tatsächlich im Tangotanz.


Trotz der Faszination der Stadt fällt es nicht schwer, am vierten Tag Richtung Süden, nach Puerto Madryn aufzubrechen. Die reine Seeluft lässt uns beim Strandsparziergang wieder so richtig durchatmen. Hauptattraktion dieser Region ist die Halbinsel Valdez mit ihrer einzigartigen Tierwelt.

Dieses Naturreservat gibt nicht nur Seelöwen und Seeelefanten einen geschützten Lebensraum, mit dem Boot können wir sogar zur Walbeobachtung hinausfahren und mit den riesigen südlichen Glattwalen bis auf wenige Meter auf Tuchfühlung gehen.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Pinguinkolonie Punta Tombo, wo tausende der drolligen Magellanpinguine an Land ihre Nester für die Brutzeit vorbereiten. Weiter geht es tiefer in den Süden, nach El Calafate, ein unscheinbares Städtchen, in das die Urlauber nur wegen des nahegelegenen Perrito Morreno Gletschers in Scharen strömen.

Der Gletscher liefert ein atemberaubendes Spektakel: Eis erstreckt sich soweit das Auge reicht, zum Teil in geradezu unwirklichem Blau, immer wieder brechen riesige Eisbrocken mit gewaltigem Donnern heraus und stürzen in den Lago Argentino.

Ein letzter Flug noch trennt uns vom Ziel unserer Reise: wir landen in Ushuaia, auf dem südlichsten Flughafen der Welt, und bereits bei der ersten Rundfahrt durch das Städtchen saugen wir die Ende-der-Welt-Stimmung und den Hauch des Abenteuers in uns auf.

Allzu bunt gewürfelt, und ohne jegliche Bauvorschriften errichtet, schmiegen sich die Häuser von Ushuaia an den Hang, der sich über dem Beagle-Canal erhebt. Im Nationalpark Feuerland in der einsamen Bucht Lapataia, am südlichsten Ende der Carretera Austral, 3242 Kilometer entfernt von Buenos Aires, macht sich in uns endgültig das Gefühl breit, am Ende der Welt angekommen zu sein.

Den Magen wohlig gefüllt mit frischen Krabben aus dem Atlantik und Kopf und Herz voll von unvergesslichen Eindrücken und Bildern steigen wir wieder ins Flugzeug, das uns via Buenos Aires nach Hause bringen wird. Unsere Erwartungen waren nicht zu groß, nur war die Zeit viel zu kurz, und so ist der Entschluss, wiederzukommen, schneller gefasst, als die Anschnallzeichen in der 737 erloschen sind.



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