Romane aus Schweden haben bei uns Konjunktur. Das gilt für die Kinderbücher von Astrid Lindgren ebenso wie für die Kriminalromane von Henning Mankell.
Die Landschaften, die dort beschrieben werden, wecken den Wunsch nach Ferien im hohen Norden. Südschweden ist eine abwechslungsreiche und liebliche Landschaft, die sommerlich heiter stimmt. Ausgedehnter Sandstrand, kleine Inseln, Parks und Gärten, Waldseen, Flüsse und Bäche sind für den Süden typisch. Das wald- und wiesenreiche Smaland ist Astrid-Lindgren-Land - mit dem Wohlfühleffekt von Bullerbü-Häusern und Michel-aus-Lönneberga-Dörfern.
Vimmerby ist der Geburtsort der großen Schriftstellerin für Kinder und jung gebliebene Erwachsene. Malmö, die drittgrößte Stadt Schwedens, ist das Wirtschaftszentrum im Süden. Kanäle durchziehen die malerische Altstadt. Schloss Malmöhus ist der älteste erhaltene Renaissance-Palast Nordeuropas.
Den Kontrast zu Südschweden bildet in diesem großen weiten Land der Norden. Dort oben tauchen die Mitternachtssonne und das Nordlicht die abendliche Landschaft in ein ganz besonderes Licht.
Urwüchsig und fast menschenleer begegnet diese Region dem Urlauber. Er muss Stille aushalten können und die Natur sehr lieben. Eine wunderbare Sache ist eine Wanderung auf dem längsten hölzernen Fußweg in Europa.
Wölfe, Bären, Luchse, Vielfraße und natürlich auch Elche sind hier zuhause. Schwedens Norden ist ein Anglerparadies. Je weiter nördlich, desto fischreicher sind die Gewässer, heißt es unter Anglern.
Das ist wirklich kein Latein. Hier lassen sich wunderbar erholsame Ferien am See verbringen, allein oder mit Familie. Frisch gefangene Fische, Lachse, Forellen, Hechte oder Barsche liegen auf dem Holzkohlegrill vor der gemütlichen Blockhütte.
Ganz einsam wird es in Lappland. Wenn im September der „Indian Summer“ des Nordens die Blätter verfärbt, die lästigen Stechmücken verschwunden sind und das Polarlicht den Himmel illuminiert, bricht die Zeit des Wanderns an.
Rentierherden ziehen über das Land und die einzigartige lappländische Volkskunst ist allgegenwärtig. Im Eishotel können Urlauber ab November nächtigen. Die originellste Herberge Schwedens wird Jahr für Jahr neu gebaut. Ein Geheimtipp in Nordschweden sind die Regionen Västerbotten und Norrbotten am Bottnischen Meerbusen. Nahe am Polarkreis wartet diese „Riviera des Nordens“ mit herrlichen Bademöglichkeiten auf.
Nirgendwo sonst in Schweden ist es statistisch gesehen so sonnig wie am Bottnischen Meerbusen. Göteborg, die an der Westküste gelegene zweitgrößte Stadt des Landes, ist ein Tor in die einzigartige Welt der Schären. Mit der Straßenbahn die Stadt entdecken, um anschließend den Schärendampfer zu besteigen - dieses Abenteuer lockt in Göteborg. Eine Fahrt hin zur berühmten Festung Elfsborg bietet sich an oder ein Besuch der zauberhaften Insel Vinega mit ihren erfrischenden Badestellen.
Von Stockholm im Westen bis zum finnischen Turku im Norden liegt in der Ostsee Insel an Insel, eine kleiner als die andere. Auf den insgesamt knapp 100.000 Schären leben aber nur rund 65.000 Insulaner. Der Traum von einem Sommerhaus aus Holz, frisch gestrichen mit diesem kupferhaltigen typischen Schwedenrot ist ein Urlaubstraum. In Astrid Lindgrens „Ferien auf Saltkrokan“ leben Melcher Melcherson und seine Kinder in einem solchen Haus.
Das Vorbild für das nicht existierende „Saltkrokan“ war die die Schäreninsel Furusund, wo Astrid Lindgren viele Sommer verlebte; der gleichnamige Film wurde allerdings auf der Nachbarinsel Norröra gedreht. Inseln prägen auch Schwedens Hauptstadt Stockholm. Die Millionenstadt ist auf insgesamt 14 Inseln erbaut. Sehr praktisch: Stockholmer und Besucher können so mitten in der Stadt baden, angeln oder Boot fahren. Die königliche Hauptstadt lockt mit engen Altstadtgassen, Restaurants, Boutiquen und Cafés wie „Sundbergs Konditori“. Dort; im ältesten Kaffeehaus der Stadt, lassen sich leckere Torten stilecht unter wuchtigen Kristalllüstern verspeisen.
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