Die Geschichte von Baden-Württemberg

Die ältesten menschlichen Funde werden auf ca. 500.00 Jahre zurückdatiert und beweisen, das Baden-Württemberg schon um diese Zeit besiedelt war. Die Kultur reicht zurück bis etwa 40.000 Jahre, auf die eine gefundene Elfenbeinflöte sowie andere Kunstwerke hinweisen. Grosse Teile des Landes waren von den Kelten besiedelt.

Um 15 vor Christus wurde Baden-Württemberg ein Teil des Römischen Reiches. Um 73/74 nach Christus wurde eine Strasse durch das Kinzigtal gebaut, zu dessen Schutz die Stadt Rottweil gegründet wurde. Im selben Zeitraum entstanden Städte wie Heidelberg oder Baden-Baden. Um 85 nach Christus wurde die Provinz Obergermanien von Kaiser Domitian gegründet.

Etwa im Jahre 233 nach Christus wurde Baden-Württemberg von den Alemannen geplündert und um 260 nach Christus zogen sich die Römer bis zur Rheingrenze zurück, die sie bis zum Jahr 406 hielten.

Im Hochmittelalter begann man mit dem Bau der Stadt Freiburg. Diese Stadtgründungsphase wurde von wichtigen Adelshäusern wie den Welfen und den Zähringern, aber auch den Sailern und den Staufern eingeleitet. Nachdem jedoch im 13. Jahrhundert die Stauferdynastie endete, zersplitterte das Land zu Hunderten kleiner Reichsstädten, ritterschaftlichen Dörfern und Grafschaften.

Die Neuzeit wurde von den Flächenstaaten und den daraus entstehenden Konflikten, wie dem 30-jährigen Krieg, dem Pfälzischen Erbfolge- und dem Bauernkrieg.

Im 19. Jahrhundert gehörten vor allem das Königreich Württemberg sowie die Fürstentümer Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen sowie das Grossherzogtum Baden zu den vier Gebieten, die territoriale Rechte innehatten.

1849 wurde die badische Armee nach der Badischen Revolution aufgelöst und um 1850 wurden die hohnzollerischen Fürstentümer zur Provinz Hohnzollerische Lande.

Im Jahre 1933 wurden die Landesregierungen aufgrund der Gleichschaltung entmachtet. IM März des gleichen Jahres wurden die Regimegegner in Schutzhaft genommen und in Ankenbuck, Heuberg und Kislau festgehalten.

Zwischen 1933 und 1939 wanderten etwa zwei Drittel der, in Baden-Württemberg ansässigen Juden, aus, mehr als 10.000 psychisch Kranker, sowie Sinti und Roma wurden ermordet.

Durch Luftangriffe während des zweiten Weltkrieges wurden vor allem Stuttgart Friedrichshafen, Heilbronn, Ludwigsburg und viele andere Städte zerstört oder schwer beschädigt. Allerdings blieben Heidelberg, Schwäbisch Gmünd, Villingen oder auch Rottweil fast unversehrt. 1945 wurde Mannheim von den Amerikanern und Stuttgart von den Franzosen erobert und besetzt.

Die nördlichen Teile des Landes wurden nach dem zweiten Weltkrieg zur amerikanischen Besatzungszone, die südlichen Teile wurden Frankreich zugeschlagen.

Schließlich wurde im April 1952 das Land Baden-Württemberg gegründet, allerdings war der Name des Landes eher als Übergangslösung vorgesehen. Da kein anderer Namensvorschlag von allen Seiten akzeptiert wurde, setze sich Baden-Württemberg schlussendlich durch.



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