Urlaub und Reisen auf die Philippininen

Die im Meer vor Südostasien gelegenen Philippinen bilden mit über 7.000 Inseln den fünftgrößten Inselstaat der Welt. Die ca. 88,5 Millionen Einwohner bewohnen jedoch nur etwa 880 dieser Inseln, die in drei Gruppen unterteilt werden: die nördlichen Philippinen mit der Hauptinsel Luzon, die Visayas genannten zentralen Inseln und die südlichen Philippinen um die Hauptinsel Mindanao.
Während die Philippinen überwiegend christlich geprägt sind, kämpfen auf den südlichen Philippinen Islamisten für einen südphilippinischen islamischen Gottesstaat. Die Region gilt daher als unsicher und sollte von Touristen gemieden werden.
Generell sind die Philippinen in vielen Bereichen europäisch und nordamerikanisch geprägt, was in der Geschichte der Region begründet liegt. Die Philippinen waren lange Zeit eine spanische und später eine amerikanische Kolonie, was sich unter anderem in den vorherrschenden Sprachen bemerkbar macht. So ist Englisch eine der philippinischen Amtssprachen und die zweite Amtsprache Filipino ist von zahlreichen spanischen Ausdrücken durchsetzt. Auch die auf den Inseln weit verbreitete Fastfood-Kultur geht auf die amerikanischen Einflüsse zurück.


In geografischer Hinsicht sind die Philippinen die Gipfel unterseeischer Gebirgsketten und Teil des Pazifischen Feuerrings, eines den Pazifik umgebenden Vulkangürtels. Vulkanismus und Erdbeben zeugen von ihrer Lage an der Grenze zweier Kontinentalplatten.
Größere Bekanntheit erlangte beispielsweise der auf Luzon gelegene Pinatubo, der sich nach einer über 600-jährigen Ruhezeit Anfang der 1990er Jahre mit einer gewaltigen Eruption zurückmeldete. Das philippinische Klima ist einerseits von tropischen Einflüssen und andererseits vom maritimen Einfluss geprägt.
Die über das Jahr sehr gleichmäßigen Temperaturen liegen im Jahresmittel bei knapp 27 Grad. Regen gibt es überwiegend in der Monsunzeit von Mai bis November. Besonders an der Ostküste ist es meist sehr schwül.
In den gemäßigten Regionen kann man aber das ganze Jahr über gut Urlaub machen. Die Philippinen verfügen über eines der weltweit artenreichsten Ökosysteme und seit einigen Jahren bemüht man sich verstärkt, die reiche Flora und Fauna der Inseln besser zu schützen. Drei Nationalparks findet man auf den Philippinen, von denen der Puerto Princessa Subterranean River Nationalpark auf Palawan zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt wurde.
Unbestrittene Hauptattraktion des Parks ist der längste, unterirdisch mit dem Boot befahrbare Fluss der Welt, der St. Paul’s Underground River. Vor der philippinischen Küste findet der Besucher einen beeindruckenden Artenreichtum und faszinierende Unterwasserlandschaften vor. Die Inseln sind ein beliebtes Tauchrevier.

Ein beliebter Urlaubsort für Bade- und Strandurlauber ist beispielsweise die zu den zentralen Philippinen gehörende Insel Boracay. Hier findet man zahlreiche, traumhafte Strände und eine hervorragende touristische Infrastruktur vor.
Familienfreundlich, aber auch ein beliebter Anlaufpunkt für Taucher ist das ebenfalls in Visayas gelegene Bohol. Neben den Küstengebieten sind hier vor allem die bekannten Chocolate Hills die Hauptattraktion – unzählige kegelförmige Hügel aus Kalkstein, deren Grasbewuchs sich in der Trockenzeit bräunlich verfärbt.
Für die Einreise benötigen Besucher der Philippinen einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, einen Flugschein zur Rück- oder Weiterreise und ein Touristenvisum, dass vor Reisebeginn bei der hiesigen Auslandsvertretung der Philippinen eingeholt werden sollte.
Vor Reiseantritt sollte man eventuelle Impfungen oder Malariaprohylaxe mit einem Arzt besprechen. Auf Grund der Sicherheitssituation empfiehlt es sich, beispielsweise beim Auswärtigen Amt, Informationen für die geplante Urlaubsregion einzuholen. Die klassischen Touristengebiete der Philippinen gelten aber als sicher.



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