Wer denkt bei Indien nicht an das Taj Mahal, den Ganges, Gandhi und Fakire? Indien ist ein Land so bunt und vielfältig wie kaum ein anderes auf der Welt. Und Indien ist groß. Auf einer Fläche von 3 Millionen Quadratkilometern- das ist in etwa 10 Mal größer als Deutschland- leben über eine Milliarde Menschen.
Es werden mehrere hundert Sprachen und Dialekte gesprochen und es leben Hindus, Moslems, Christen, Buddhisten, Sikhs und zahlreiche Anhänger anderer Religionen in dem Land zwischen Himalaya und Indischem Ozean.
Wer also nach Indien reist, der sollte entweder sehr viel Zeit haben oder er sollte sich nicht gleich das ganze Land vornehmen. Indien bietet alles. Im Norden des Landes kann man im Bundesstaat Himachal Pradesh, in dem auch der Dalai Lama lebt, durch die grünen Täler und die weißen Hänge des Himalayagebirges wandern.
Oder man besucht den Wüstenstaat Rajasthan, reitet auf einem Kamel durch die spektakuläre Landschaft und besucht den Palast der Winde in Jaipur. Und im Norden liegt auch die Hauptstadt Neu-Delhi mit ihrem Roten Fort und von hier aus ist es nicht weit nach Agra im Bundesstaat Uttar Pradesh, dort wartet das berühmteste Mausoleum der Welt, das "Taj Mahal".
Mit dem "Taj Mahal" machte im 17. Jahrhundert der Großmogul Shah Jahan seiner Lieblingsfrau die wohl schönste Liebeserklärung der Welt. In Uttar Pradesh liegt auch die heiligste Stadt der Hindus, Varanasi (früher Benares) und so kann der Reisende dort am Ganges die Pilger beobachten oder einen der zahlreichen Tempel besuchen.
Wer mehr auf der Suche nach Sonne und Strand ist der wird in Südindien fündig werden. In Kerala finden sich kilometerlange feine Sandstrände. Das Land ist grün und fruchtbar und viele Naturschutzgebiete laden zum Wandern und zu Tierbeobachtungen ein.
Auch Tamil Nadu mit seiner Hauptstadt Chennai (früher Madras) lockt mit weiten Stränden, mit wunderschönen Landschaften und kulturellen Schätzen. Die Tempelanlagen von Hampi im Bundesstaat Karnataka gehören zum UNESCO Weltkulturerbe und wie so oft in Indien liegen Alt und Jung ganz nah zusammen, denn hier in Karnataka liegt auch Bengaluru (früher Bangalore), das Silikon Valley Indiens.
Das berühmteste Ziel Westindiens ist immer noch Goa. Goa war früher das Mekka der Hippies und noch heute hat Goa, mit seiner portugiesischen Vergangenheit, einen ganz eigenen Charme und zieht nach wie vor jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Wer ein Fan von Bollywood ist, der sollte natürlich einen Abstecher nach Mumbai (früher Bombay) machen. Die Stadt ist grell, farbig, laut und voller Extreme, ganz so wie die Bollywoodfilme.
Der Osten Indiens mit der lebhaften Metropole Kolkata (früher Kalkutta) bietet seinen Besuchern Berge und Meer.
So findet sich dort das berühmteste Teeanbaugebiet der Welt - Darjeeling, und es befinden sich dort die Sümpfe der Sundarbans,
dort ist der Bengalische Tiger zu Hause und es besteht durchaus die Möglichkeit einem zu begegnen.
Wohin auch immer die Reise in Indien geht, Indien lässt niemanden kalt. Indien ist ein Land der Extreme,
wohl nirgends sonst auf der Welt prallen die Welten so brutal aufeinander und wohl nirgends sonst kann man solch eine Vielfalt erleben.
Indien ist eben anders.
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